Das älteste Runenlied in der Edda
-Das Lied der Hohen-
(Havamal)
"Zeit ist's zu reden vom Rednerstuhle!"
An der Urda , der Norne ,geweihtem Brunnen
Schweigend saß ich ,sah ich und sann.
Da hört' ich die Rede des Hohen.
Von Runen er sprach , vom Rate der Götter,
Vom Ritzen der Runen ,vom Raunen der Runen.
In der Halle des Hohen!
In der Halle des Hohen
Hört ich das sagen:
Ich weiß , wie ich hing am windkaltem Baum
Neun eisige Nächte ,
Vom Geere verwundet, dem Wodan geweiht
Ich selbst geweiht mir selber
Am mächtigen Baum, der den der den Menschen verbirgt ,
Wo er den Wurzeln entwachsen.
Sie boten mir weder Speis noch Trank,
Da neigt' ich mich suchend hernieder,
Erkannte die Runen, nahm sie klagend auf,
Bis ich vom Baum herabsank.
Begann nun zu werden und weise zu sein,
Zu wachsen und wohl mich zu fühlen.
Wort mich von Wort zu Wort führte
Und Werk mich von Werk zu Werk führte:
Nun weiß ich die Sprüche , wie kein seherisch Weib,
Und keines der Menschenkinder.---
Und sind diese Sprüche dier,Menschensohn auch
Auf lange hinaus unerlernbar:
Faß sie ,erfährst du sie !
Nutz sie ,vernimmst du sie!
Heil dir ,behieltst du sie !
Das erwachende Erbe der Runen
Autoren: Hardy Hoffmann/Christoph Lotte
-Leseprobe-
Kapitel I
Das Erwachen der schlafenden Helden
***
Vom Felsentor gellend der Höllenhund bellt,
es reißen die Fesseln, der Fenris-Wolf rennt!
Vieles weiß ich, fernes schaut ich:
Der Rater Schicksal, der Schlachtgötter Sturz.
Es befehden sich Brüder und fällen einander,
die Bande des Blutes brechen Schwesternsöhne;
voll Hass ist die Welt und Hurentum waltet –
Beilzeit ist’s, Schwertzeit, die Schilde bersten,
Windzeit, Wolfzeit, eh’ die Welt versinkt –
Nicht einer will des anderen schonen.
***
(Der Seherin Gesicht [Voluspa])
Fast alle alten Geschichten handeln
von
dem immerwährenden
Kampf des „Guten gegen das Böse“. In welcher
mannigfaltiger Form es sich auch
den Helden entgegenstellt und wie viele Entbehrungen damit verbunden
waren, um
siegreich daraus hervorzutreten, wichen die Helden nie von ihrem Weg ab
und
taten alles in ihrer Macht stehende, um standhaft zu sein. In den
meisten
Menschen scheint der Schurke endgültig gesiegt zu haben und so
sind Helden rar
geworden, ihre Ideale und Werte scheinen in weite Ferne gerückt zu
sein.
Niemand fühlt sich auserkoren, ihre Rolle zu übernehmen, und
endlich wieder
Licht in diese dunklen Tage zu bringen. Dabei waren doch noch viele
Menschen in
ihren Kindertagen so fasziniert von den Taten und Werken der Helden und
ihrer
Geschichten, die von Liebe, Treue, Ehre und dem Sieg des Guten handeln;
sie
waren ihre Vorbilder, ihnen wollten sie nacheifern und die Menschen
bezogen Mut
aus ihrem Werdegang.
Fühlen Sie sich beim Lesen dieser
Zeilen aus
der
Götterdämmerung der Edda auch an unsere heutige Zeit
erinnert? Sollte etwa
diese überlieferte Strophe der Seherin genau unsere Zeit
beschreiben? Scheint
es denn nicht so, dass heute die Wölfe diese Welt beherrschen,
jeder gegen
jeden kämpft und der Schutz der Gerechten und die Taten des
Edelmutes von der
Welt verschwunden sind? Der gesunde Menschenverstand sagt jedem, dass
in
unserer heutigen Zeit vieles gänzlich aus den Bahnen läuft,
aber viele sehen
keine Alternative oder keinen Ausweg. Die meisten Menschen leben
dadurch in
einer Ohnmacht, aus der sie nicht erwachen und die den eigenen Willen
immer
schwächer werden lässt. Andere wären bereit zu
kämpfen, wenn sie nur wüssten
wofür. Wie sollte man in heutigen Zeit alte Ideale und Werte noch
leben können,
wo doch Verachtung, Ausbeutung und Pervertierung gegenüber allem
Leben auf der
Tagesordnung ganz oben stehen? Nach dem Motto: „Schicksal, da
karma wohl nichts
machen“. So scheint dies wohl das Schicksal unserer Zeit zu sein.
Schuld daran
sind dann die Regierenden, Banken, Terroristen oder wer sonst noch an
der ganz
eigenen Verschwörungstheorie beteiligt ist. Aber auf jeden Fall
ist die Schuld
immer bei den Anderen zu suchen. So wählt man den leichten,
verführerischen Weg
der Unmündigkeit.Wenn man die Zeilen der Edda nur auf einer
materiellen Ebene
deutet, wird man auch nur Schlussfolgerungen dieser Art darin
wiederfinden.
Doch wenn wir die Geschichten auf einer spirituellen Ebene beleuchten,
dann
verlagern sich die Kämpfe in unser Inneres und wir erhalten
wichtige Hinweise
auf einen möglichen Ausweg oder eine Alternative zu unserer
jetzigen Situation.
Wenn wir unser Leben wirklich wandeln wollen, müssen wir zuerst
uns selbst
verändern und den Helden in uns erwecken, denn dann folgt die Welt
uns nach.Viele
Menschen suchen ihre Gegner immer außerhalb von sich selbst und
auch den
Schlachten der Nordmeervölker geben sie keinen anderen
Deutungsrahmen als
diesen. Die Ausschnitte aus der Edda sind Worte der Alten, und
erzählen uns
zwar von einer Schlacht, welche die Schlachtgötter zu schlagen
haben, doch
diese steht symbolisch für die innere Schlacht, die in uns allen
tobt,
tagtäglich im Innersten eines Jeden: wir haben bei jeder eigenen
Entscheidung
mit unseren eigenen Riesen zu ringen und unsere eigenen Schlachten zu
schlagen.
So erzählen uns die Alten in ihren Geschichten nicht von den
blutrünstigen,
barbarischen Taten unserer Vorväter, sondern von ihrem innerem
Kampf der
Überzeugungen, den sie auszutragen hatten, um in ihrem Streben zum
Licht, zum
Reinen, siegreich voranzuschreiten, nach Asgard. Wenn man davon
ausgeht, dass
die Menschen zu allen Zeiten dasselbe Bewusstsein hatten, wird man nie
ein
wirkliches Verständnis für ihre Mythen entwickeln. Ein Held
ist immer er
selbst, denn nur dort liegt die Kraft, zu dem zu werden, was in ihm
schlummerte. Er fragt nicht danach, was andere von seinem Tun halten
würden,
sondern muss mit seinen Taten nur vor sich selber (d.h. seinen Idealen)
bestehen können und niemand könnte ihm ein strengerer Richter
sein. Er steht
immer zu seinen Taten und den daraus resultierenden Folgen. Die
Geschichten zeigen uns auch den
unvermeidlichen
Verfall und Niedergang der „guten Sache“, wenn ethische und
moralische Werte
ihre Bedeutung verlieren. Dieser Verfall leitet immer ein
„dunkles Zeitalter“
ein, indem jedoch eine neue Generation von Helden heranwächst, die
das Licht
wieder in die Welt zurückbringen können. Vielleicht ist genau
darin die
Faszination begründet, dass sich so viele Menschen wieder unserer
alten Kultur
und ihren Werten nähern, um auf den richtigen Weg zurück zu
finden. Dabei
finden sich diese Werte natürlich nicht nur in den Geschichten der
Nordmeervölker. Sie sind in den mannigfaltigsten Formen auf der
ganzen Welt zu
finden und sind ein gemeinsames Streben aller Menschen. Denn die
Ideale, nach
denen unsere Helden streben, können uns einen Weg aufzeigen, nach
dem wir unser
Streben und Handeln ausrichten können, um unsere Schlachten aus
eigener Kraft
zu meistern.
Auch die Philosophen der Antike (z.B. Epiktet) haben uns dies sehr prägnant und anschaulich in ihren überlieferten Texten erhalten. Man könnte an dieser Stelle aber auch Kant (kategorischer Imperativ), die Bergpredigt, Yogananda o.a. zu Rate ziehen. Und wer möchte, ist herzlich eingeladen, dies auch zu tun. Der Held unterscheidet sich in allen Geschichten vom Schurken grundsätzlich in seinem Streben, seiner geistigen Ausrichtung, und damit zwangsläufig in seinen Taten. Taten sind ein unmittelbarer Ausdruck der zugrundeliegenden geistigen Reife des Handelnden. Der Schurke hat zwar auch aus der Überzeugung heraus gehandelt, etwas Gutes zu vollbringen (zumindest für ihn), jedoch war er in seinen Idealen und Vorstellungen gänzlich verirrt: „Verstanden hat er nicht‚ die Moral von der Geschicht“. In den meisten Geschichten geht der Streit zwischen beiden Protagonisten sehr knapp aus und „dem Guten“ eilt zumeist der Zufall zur Hilfe. Der Zufall ist allerdings nur ein anderes Wort für das Wirken Wyrds (des Schicksalsgeflechtes). Dadurch, dass der Held sein Handeln nach den kosmischen Gesetzen ausrichtet, hat er immer einen Vorteil, da so die Welt für ihn arbeitet. So ist es also von höchster Wichtigkeit für den guten Ausgang einer Geschichte, immer tugendhaft und ehrbar zu handeln, wie es uns noch so schön in dem Bild der Ritter der Tafelrunde überliefert ist, dessen Wurzeln in den Sagen der Nordmeervölker zu finden sind. Die alte Überlieferung der Artus Saga ist reich an Beispielen dieser großen Ideale, der tugendhaften Tatkraft und deren Verwirrung, ausgelöst durch den Verfall der menschlichen (ethischen) Werte. Dabei zeigt sich der Wert eines Ritter nicht ausschließlich durch seine Kampfkraft, vielmehr durch das Einstehen für die Gerechtigkeit (nicht zwangsläufig menschliche Gesetze/Recht) und den Schutz derer, die schwächer sind als er. Sein Sinnen ist nicht auf Zerstörung, sondern auf Schutz ausgerichtet. Helden sind Vorbilder, und ihre Ziele sind zumeist nicht von dieser Welt. Aber wie würden sich Helden/Ritter in der Ausgestaltung unseres Lebens verhalten? Denn die Geschichten verschweigen uns, was sie zwischen ihren Abenteuern erlebten. Wahrscheinlich sammelten sie, genau wie wir, eine Menge „unheldenhafter“ Erfahrungen.
Laster und Tugenden
leben in mir
wie´s trifft bei der Mehrheit der Menschen,-
wie keiner vollkommen oder ganz ohne Fehl-
so ist auch ganz unselig keiner.
(Das Lied des Hohen [Havamal])
Doch
ohne diesen Schatz an
Erfahrungen, resultierend aus Unwegsamkeiten und Unwissenheit,
könnten Helden
ihr nächstes Abenteuer bestimmt nicht meistern. Und Unwissenheit
ist ja auch
die Mutter aller Abenteuer und nur an Erfahrungen wächst man. Die
Faszination
macht auch die Unbeirrbarkeit ihres Herzens und ihren aufflammenden
Überlebenswillen aus, gerade wenn schon alles verloren scheint.
Dies scheint
der Kern eines jeden siegreichen Ausganges zu sein und genau diese
Kräfte sind
es, die uns die „kleinen Heldentaten“ in unserem
alltäglichen Leben
verwirklichen lassen. Vergessen wir nicht, dass alle Geschichten Bilder
sind
und diese wollen uns von mehr berichten, als nur von ihrem historischen
Gehalt.
So findet die Schlacht immer erst in unserem Inneren statt, immer
wenn
wir eine Entscheidung treffen müssen;
nach
bestem Wissen und Gewissen. Wenn wir diese Entscheidung dann umsetzen,
nach ihr
handeln, dann kann es uns das Ergebnis manchmal wie eine verlorene
Schlacht
erscheinen. Doch der eigentliche Sieg ist der Sieg über unser
niederes Ego, den
„inneren Schweinehund“.
Schau dich nicht um im Gewühle der Schlacht,
sonst macht dich der Schrecken zum Schweine,
sieh fest der Gefahr und dem Feind ins Gesicht,
dann zwingt dich kein schmählicher Zauber.
(Das Lied des Hohen [Havamal])
In allen Menschen schläft der Held tief im Inneren, er hat sich nie wirklich seinen Feinden, seinen Riesen, gestellt und ist darüber eingeschlafen. Dies geschah aus Angst. Die Angst vor einer Sache hat noch nie jemanden tatkräftig unterstützt, eher der Respekt und die Achtung vor den wirkenden Kräften. Denn die Angst ist der Erz-Feind aller Wandlung zum Guten, sie zehrt unseren Willen und somit unsere Tatkraft von innen heraus auf. Und diese beiden Kräfte sind die einzigen, die wir gegen das Übel einsetzen können. Furcht entsteht immer aus dem Inneren heraus und wird erst von uns ins Äußere hineingelegt; nicht der Tod ist furchtbar, sondern die Vorstellung von ihm. Die meisten Menschen lähmt die bloße Vorstellung von Dingen, die sie zu ändern suchen. Sie richten ihre Aufmerksamkeit nur auf die Nöte, auf das Schlechte, und versinken so darin. Wenn man etwas gegen die beunruhigenden Dinge unternehmen will, sollte man sich zwar klar darüber sein, welche widrigen Umstände hier in Erscheinung treten, doch man sollte dabei nie sein eigentliches Ziel aus den Augen verlieren. Indem man seine Aufmerksamkeit nicht immer auf die schlechten Dinge des Lebens lenkt, kann man diese als Möglichkeiten wahrnehmen. Je nachdem, wie man ein Ereignis betrachtet, ist es nämlich erträglich oder unerträglich, es verbirgt sich also eine Chance oder ein unlösbares Problem dahinter. Erst wenn man es ertragen kann, hat man die innere Ruhe und die Kraft, es zum Besseren zu wenden. Kauerte Odin bei der Götterdämmerung etwa deprimiert in einer Ecke, weil er wusste, das seine Zeit zu Ende gehen wird? Nein, er traf seine Entscheidungen, indem er konsequent für seine Ideale einstand, bereitete sich vor, tat, was zu tun war, und stellte sich.
Nimm dich in Acht, aber nicht ohne Not,
sei vorsichtig, aber nicht furchtsam!
(Das Lied der Hohen [Havamal])
So
ist die Wolfszeit die Zeit der Entscheidung zwischen
Gut oder Böse, Held oder Schurke, und daraus resultierend eine
Zeit des
Lernens, der Überprüfung der eigenen Überzeugungen. Wann
könnte man besser für
das Gute einstehen und die ritterlichen Tugenden in sich neu entdecken,
denn
genau diese sind es, die uns wahrlich mächtig gegenüber allen
Prüfungen des
Lebens machen, uns aus jeder Wirrung befreien und uns unserer
Bestimmung
entgegentragen. So hat man seinen Werdegang selbst in der Hand, man
muss sich
nur standhaft und tugendhaft den Versuchungen widersetzen und den Mut
niemals
verlieren, seine eigenen Schlachten zu schlagen. Wenn man dieses immer
wieder aufs
neue beweist, steht man wahrlich unter dem Schutz der Götter. Da
uns ja
anscheinend die Helden in der heutigen Zeit fehlen (aber in so vielen
schlummern), müssen wir diese Gabe wohl in uns selbst wiederfinden
und neu
erwecken. Ein reines Gewissen und der Wille zum Guten, zur Wahrheit,
sind unser
Antrieb und sollen uns immer in unseren Entscheidungen leiten.
***
Dann hebt sich die Erde zum anderen Male
in ewigem Grün von dem Grunde der See,
es schwindet die Flut unterm schwebenden Adler,
der ruhig am Felsen nach Fischen jagt.
Auf dem Idafeld wieder die Asen sich finden
um zu reden vom riesigen Weltenumwinder.
Bedeutsamer Werke Gedächtnis erwacht
aus uralten Runen der ältesten Rater.
Und wieder werden sich wundersam finden
im wucherndem Grase die Stäbe von Gold,
die einst in der Vorzeit ihr Eigen schon waren.
Unbesät werden die Äcker dann tragen;
Böses wird besser, Balder kehrt heim.
***
(Das Lied der Hohen [Havamal])
Runen-Namensanalyse
- Nomen est omen -
Wie der lateinische Sinnspruch, “ Der Name ist ein Zeichen“, beispielhaft beschreibt, ist die Wirkung, die von einem Namen ausgeht, sehr stark. Der uns verliehene Name beschreibt einen ganz entscheidender Teil unserer Persönlichkeit, denn er begleitet uns unser ganzes Leben, ja eilt uns und unseren Taten voraus. Wir werden durch unseren Namen von anderen erkannt und achten peinlichst genau darauf, wer uns wie beim Namen nennen darf, und wer nicht. Denn ein Name ist nie nur bloße Zierde oder willkürlich gewählt worden. Viele Menschen erzittern schon bei dem Erwähnen einiger Namen und deren Trägern, oder schöpfen Kraft und Hoffnung aus anderen. So wirkt sich der Namen auf unsere Mitmenschen und unsere Umwelt aus und tritt mit ihr in Wechselbeziehung.
Jedes Ding hat seinen
Namen, die bei den Nordmeervölkern
sogar von den Göttern verliehen wurden. Wie oft sagt man
„Mein Name ist...“
oder „ Ich bin...“. Der Name
beschreibt
den Kern seines Trägers und die in ihm wohnenden Kräfte und
Tugenden. Doch viele
Namen entstammen heutzutage einem anderen Sprachraum und/oder
können kaum noch
von uns in unseren heute verwendeten Sprachgebrauch übertragen
werden. Deren
Kern ist zumeist nicht einfach zu finden und nur selten offenbart er
sich
seinem Träger und dessen Umfeld so einfach, wie bei einigen
deutschen Namen,
deren einzelnen Worte/Teile wir noch immer übersetzen können,
wie z.B.
Reinhart, der mit reinem Herzen oder Linda, die L/linde. Auch werden
wir oft in
verschiedenen Situationen und von verschiedenen Freundeskreisen
„anders“ beim
Namen genannt. Doch der Name beschreibt immer unser innerstes Selbst
und die
Rolle bzw. die Tugenden, die wir ausleben und die wir diesen Menschen
offenbaren. Auch geht die Wirkung des Namens viel tiefer als nur bis zu
beschreibenden Wörtern. Jedes Wort bringt unsere Stimmbänder
(und somit unseren
ganzen Körper) in Schwingung. So ist jeder einzelne Buchstabe
wichtig für seine
ihm eigene Schwingung und Wirkung. Doch die heute verwendeten
Schriftzeichen
entstammen einem gänzlich fremden Sprachraum und können uns
so kaum noch bei
der Entschlüsselung des Namens, seiner Bedeutung und der ihm
innewohnenden
Kräften helfen. Anders die Runen; sie haben nämlich nicht nur
einen Lautwert,
sondern stehen durch ihre besondere geometrische Form in Verbindung mit
im
Kosmos wirkenden Gesetzmäßigkeiten. Die in ihnen wohnenden
Kräfte und Tugenden
wirken, wie z.B. Planeten, auf den verschiedensten Seiensebenen und
geben ihnen
Form und Ausdruck. Jede Rune hat auch einem ganz eigenen Namen, der
genauso
persönlich ist wie der eines Menschen.
So
können wir durch die Übersetzung des Namens in Runen hinter
seine verborgenen
Tugenden blicken und die ihm
innewohnenden Potentiale entschlüsseln.
Dafür zerlege ich zuerst den Namen in seine Lautschrift und übertrage diese in die Runenzeichen des 18er Futhark´s, so dass eine Runenreihe entsteht. So offenbaren sich dessen Tugenden und verborgenen Kräfte. Durch die dritte Reihe, die die Namen der jeweiligen Runen beinhaltet, bildet diese Runenreihe gleichzeitig ein sog. Spruchorakel, mit dessen Hilfe man die innewohnenden Kräfte des zu entschlüsselnden Namens darstellend beschreiben kann. Die vorkommenden Runen verraten uns viel über den Namen und seinen Träger. Doch stellen sie immer nur sein Potential dar, welches es auszuschöpfen gilt. Kaum jemand nutzt alle seine Gaben zu gleichen Teilen; so haben wir uns zumeist einige Kräfte bereits nutzbar gemacht, während wir bei anderen gerade dabei sind, sie in unserem Leben einfließen zu lassen und sie zu verwirklichen.
-Wissen